11.Apr.2016 Karateka sammeln Spenden

Seit über fünf Jahren sammelt der Verein „run-to-help“ Spenden für regionale und internationale gemeinnützige Organisationen. Die Idee dahinter ist einfach: Im Vorfeld von Laufveranstaltungen werden Patenschaften für zu laufende Kilometer gegen einen freien Betrag „verkauft“. Die so gesammelten Spenden werden dann an die Partnerprojekte übergeben. Kurz vor Weihnachten 2015 hat runtohelp in Erweiterung dieses Gedankens erstmals bei einer Veranstaltung ohne läuferischen Schwerpunkt Spenden gesammelt. Eine spontane Schwimmaktion mit knapp 20 Teilnehmern bei den 100x100m war ein voller Erfolg.
Nach einem sehr netten INTV-Bericht mit dem Nachsatz, dass unsere Idee in Zukunft auch auf andere Sportarten ausgedehnt werden könnte, hat sich H.-Peter Staudt von der Kampfkunstschule Budokan Staudt in Ingolstadt bei uns gemeldet. Schnell war die Idee für ein weiteres Event geboren. Am Sonntag, den 6. März 2016, kamen 13 Karateka, Kinder, Frauen und Männer im Alter von 10-60 Jahren, im Budokan Staudt zusammen, um 108 mal die Kata Tekki shodan zu laufen, unterbrochen durch mehrere Sequenzen des Zazen, des Sitzens in Stille.
Kata 型 ist ein japanischer Begriff, der wörtlich mit Form übersetzt werden kann. Im Budo wird dieser Begriff für eine festgelegte Abfolge von Techniken der Abwehr und des Angriffs, entsprechenden Stellungen, Schritten und Blickwendungen, jeweils in bestimmten vorgeschriebenen Richtungen, verwendet, die insgesamt einen imaginären Kampf gegen mehrere Gegner darstellen. Derartige Kata gibt es viele, sie beruhen zum Teil auf jahrhundertealten Vorgängerversionen.
Im Budokan Staudt wird Kata, als Übung des Budo wesensverwandt mit dem stillen Sitzen, schweigend ausgeführt, d.h. der gemeinsame Rhythmus wird nicht durch lautes Zählen vorgegeben. Dies schult und übt das Aufnehmen und Erkennen von Handlungen anderer.
Die beteiligten Karateka sammelten im Vorfeld der Übung eine Gesamtspendensumme von 541€, welche zu 100 Prozent der Straßenambulanz um Bruder Martin und Oliver Markgraf zugute kommen. Die Spenden sollen nun dazu benutzt werden um die Renovierung und Erweiterung des Gewächshauses am Standort Offenbau zu unterstützen.
Jenseits dieses Erlöses gilt laut Budokan Staudt für die Beteiligten das, was der englische Schriftsteller, Maler und Sozialphilosoph John Ruskin im 19. Jahrhundert so formulierte: „Der eigentliche Lohn für unsere Mühen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.“ Auch für uns ist dieses Motto Ansporn, weiter zu machen.
Wir bedanken uns herzlichst bei Herrn Staudt und allen Teilnehmer des Events für ihren Einsatz und freuen uns stellvertretend für die Straßenambulanz über den gespendeten Betrag.

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